| Der ASKÖ KARATECLUB SEEKIRCHEN
wurde im Jahr 2000 von Franz Schefbaumer (2. Dan) gegründet.
Dem Vorstand gehören weiters Herbert Wallmannsberger (Vizepräsident)
und James Toal (Schriftführer) an.
Grundschule (Kihon),
Formenübung (Kata) sowie Zweikampf
(Kumite) sind die Trainingsschwerpunkte
im Verein die Schwerpunkte. Der Verein ist Mitglied des Salzburger
Karateverbandes, des Österreichischen
Karatebundes (ÖKB) und der ASKÖ
(Arbeitsgemeinschaft für Sport und Körperkultur). Fitness
, Selbstverteidigung, Wettkampf und Persönlichkeitsbildung
bilden die Vereinsziele. Das Training wird getrennt nach Alter und
Graduierung durchgeführt.
In den vergangenen Jahren konnten
die Sportler des KC Seekirchen zahlreiche nationale und internationale
Erfolge erzielen.
Kihon
(Grundschule): Das Erlernen und Verstehen des Ablaufes der Karatetechnik
steht hier im Vordergrund. Der Fantasie sind beim Üben keine
Grenzen gesetzt. So können die Techniken im Stand oder aus
der Bewegung, einzeln oder in Kombination, langsam oder schnell
geübt werden. Dies macht die Bedeutung und die Vielseitigkeit
dieser Übungsform deutlich. Das Kihon stellt die Basis für
die Kata und das Kumite dar.
Kata und Bunkai (Formenübung):
Kata ist Kampf aber …„Kata ist die
stilisierte Form eines Kampfes gegen mehrere imaginäre Gegner“
nach genau festgelegten Bewegungsabläufen. Die Kata ist die
traditionellste Form des Karate Do. Gerade in den Katas wird der
friedliche Grundgedanke des Karate Do deutlich, denn jede Kata beginnt
mit einer Abwehrtechnik.
„Kata ist geeignet, Beherrschung
der Technik und besonders die innere Haltung zu schulen: Atmung,
Ruhe, Gelassenheit, Sicherheit, Entschlusskraft, Kampfgeist, Rhythmus.
Die Katas sind auch ideal zum Durchtrainieren des ganzen Körpers,
weil in ihnen alle Techniken des Karate in ganz genau festgelegter
Reihenfolge auftauchen. Vor allem durch das Studium der Katas erlangt
man Harmonie und Rhythmus, gelangt zu innerer Gelassenheit, Sicherheit
und Ausstrahlung. Ausserdem erhöht das Üben der Kata die
Koordinationsfähigkeit und die Konzentrationsfähigkeit.
Bunkai: Untrennbar mit dem Üben von Katas
ist die Bunkai. Bunkai bedeutet soviel wie „Zersetzung“,
„Auseinandernehmen“. Dahinter verbirgt sich das Üben
der einzelnen zuvor erlernten Elemente einer Kata mit einem oder
mehreren Partnern. Auf einen Angriff erfolgt die Abwehr und der
Gegenangriff, wie es die jeweilige Kata vorgibt. Voraussetzung zur
richtigen Anwendung (Bunkai) ist das genaue Verständnis der
erlernten Techniken in der Kata.
Im Shotokan gibt es folgende 25 Kata:
| Name: |
Bedeutung: |
|
Name: |
Bedeutung: |
| Taikyoku Shodan |
Taikyoku Grundstufe |
Jitte |
„10 Hände“ |
| Heian Shodan |
Heian Grundstufe |
Gangaku |
„Kranich auf dem Felsen“ |
| Heian Nidan |
Heian Nr. 2 |
Sochin |
„Stärke [und] Ruhe“ |
| Heian Sandan |
Heian Nr. 3 |
Nijushiho |
„24 Schritte“ |
| Heian Yondan |
Heian Nr. 4 |
Chinte |
„Seltene Hand“ |
| Heian Godan |
Heian Nr. 5 |
Tekki Sandan |
„Tekki Nr. 3” |
| Tekki Shodan |
Tekki Nr. 1 |
Bassai Sho |
„Die Mauer zerstören
– klein” |
| Bassai Dai |
„Die Mauer zerstören
– groß” |
Kanku Sho |
„Die Himmelsschau –
klein“ |
| Jion |
„Liebe [und] Güte” |
Ji’in |
„Liebe [und] Schatten“ |
| Empi (Enpi) |
„Flug der Schwalbe” |
Meikyo |
„Heller Spiegel“ |
| Kanku Dai |
„Die Himmelsschau –
groß“ |
Wankan |
„König [und] Krone“ |
| Hangetsu |
„Halbmond” |
Unsu |
„Hand in den Wolken“ |
| Tekki Nidan |
Tekki Nr. 2 |
|
|
| Quelle: „25
Shotokan-Katas“ von Albrecht Pflüger, „Shotokan
no Hyakkajiten – Enzyklopädie japanischer Fachausdrücke
in der Karatestilrichtung Shotokan von Schlatt |
Kumite: Kumite
ist Zweikampf. Im Wettkampf erfolgt eine Einteilung in Gewichtsklassen
bei Kindern auch in Größen und Alter. Gekämpft wird
auf Karatematten (Tatami) in der Größe von 10 x 10 Metern.
Alle Techniken sind kontrolliert auszuführen. Nicht selbst
verursachte Verletzungen führen zur Bestrafung des Verletzers.
Kontrollierte Techniken führen zu Wertungen von 1 bis 3 Punkte.
Beispiele: 1 Punkt für Fausttechniken zum Körper oder
Kopf. 2 Punkte für Fußtechniken zum Körper oder
Fausttechniken zum Rücken des Gegners. 3 Punkte für Fußtechniken
zum Kopf oder für Fausttechniken nach erlaubten Würfen
etc. Gewonnen hat der Kämpfer, welcher mehr als 8 Punkte mehr
als sein Gegner hat oder wer nach Ablauf der Kampfzeit mehr Punkte
als sein Gegner hat. Haben die Kämpfer nach Ablauf der Kampfzeit
gleich viele Punkte erzielt, wird der Kampf verlängert und
der Kämpfer mit der ersten wertbaren Technik zum Sieger erklärt.
Ist nach dieser Verlängerung kein Punkt von einem der beiden
Kämpfer erzielt worden, entscheiden die Kampfrichter „frei“
wer Sieger ist. Die Kampfrichter entscheiden über die Vergabe
von Punkten. Alle Kommandos und Entscheidungen der Kampfrichter
erfolgen in japanischer Sprache. Nach einer Kampfaktion wird der
Kampf vom Kampfrichter unterbrochen. Die Kampfdauer beträgt
für Damen und Jugend 2 Minuten für Herren 3 Minuten. Zur
Vermeidung von schweren Verletzungen sind im Kumite Zahnschutz,
Faustschutz, Fußschutz, Tiefschutz und für Damen Brustschutz
Pflicht.
Stilrichtungen:
Im Karate bestehen nebeneinander vier
große Stilrichtungen: Shotokan, Goju-ryu, Shito-ryu und Wado-ryu
Shotokan wurde im
Jahre 1938 in Tokio durch Gichin Funakoshi (1868-1957) begründet.
Funakoshi wird heutzutage als Gründer des modernen Karate angesehen.
Auf Okinawa geboren, begann er Karate zusammen mit Yasutsune Azato,
einem großen Kampfkunstexperten Okinawas, zu studieren. 1921
führte Funakoshi Karate erstmals in Tokio ein. Im Jahre 1937,
fast siebzigjährig, eröffnete er sein eigenes Übungszentrum.
Dieses Dojo wurde Shotokan, nach dem Künstlernamen Funakoshis,
mit dem er in seiner Jugendzeit Gedichte unterschrieb, genannt.
Shotokan-Karate ist von geradlinigen, harten Techniken und tiefen
Körperstellungen geprägt.
Goju-ryu (hart und
weich) entwickelte sich aus dem Naha-Te heraus. Seine Popularität
ist wesentlich auf Kanryo Higaonna (1835-1915) zurückzuführen,
der ein Dojo in Naha eröffnet hatte und acht Formen aus China
mitbrachte. Sein bester Schüler, Chojun Miyagi (1888-1953)
gründete Goju-ryu, den harten-weichen-Weg im Jahre 1930. Goyu-ryu
betont besonders die Kombination aus sanften kreisförmigen
Abwehrblöcken, denen schnelle starke Gegenangriffe folgen.
Die Grundstellungen sind höher als im Shotkan-Stil.
Shito-ryu wurde
im Jahre 1928 begründet durch Kenwa Mabuni (1889-1952), der
gleichermaßen durch Naha-Te und Shuri-Te beeinflußt
wurde. Der Name Shito wurde abgeleitet von den Schriftzeichen für
die Namen von Mabunis Lehrern: Ankoh Itosu und Kanryo Higoanna.
Shito-ryu-Schulen verwenden eine große Zahl an Katas (ca.
50). Der Stil ist charakterisiert durch eine starke Betonung von
Kraft beim Ausführen der Techniken.
Wado-ryu, der "Weg
der Harmonie", wurde 1939 durch Hienori Otsuka, einem Schüler
Funakoshis, als ein System aus Karate und Ju-Jutsu entwickelt. Kennzeichnend
für Wado-ryu ist die Kombination aus Grundbewegungen des Ju-Jutsu
mit Ausweichbewegungen und die Betonung besonders weicher Bewegungen.
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